Fenster
Das Thema Fester beschäftigt uns eine ganze Weile. Also nicht andauernd, sondern immer wieder mal.
Beim Einbau machten wir Fehler und bei der KOrrektur im Winterdarauf ist eins vor dem neu Verkleben zu bruch gegangen. Unter dem Strich haben wir es nun hinbekommen und die Fenster sind dicht…
Hier nun eine anleitung, wie es gut klappt.
Die Platten für die neuen Fenster haben wir im Internet erworben. Es kam ein 8mm Acrylglas in dunkelgrau zum Einsatz. Die Form habe ich dann von den alten Scheiben auf die neuen Rohlinge übertragen. Zuerst habe ich aber ein breites Kreppband auf die ungefären Umrisse geklebt. zum einen sieht man den übertragenen Umriss besser und zum anderen zerkratzt die neue Scheiben nicht, wenn man mit der Sticksäge die neue Form ausschneidet. Zum Ausschneiden habe ich ein feineres Metallsägeblatt verwendet.
Ich liess einige Milimeter Abstand zur Makierung, damit ich die Kante schräg anschleifen konnte. Das ermöglicht später, dass das Regenwasser nicht oben auf der Fensterkante stehen bleibt sonder die Schräge hinunter abfliesst. Die Schräge habe ich mit einem stationären Stellerschleifer angefertigt und mich stückweise an die Markierung der Übertragung herangetastet. Die Löcher habe ich von der alten Scheibe übernommen.
Wenn man den Rumpf oder die Kajüte sowie neu macht, dann ist es auch ein guter Weg, wenn man alte Löcher (der alten Scheibe) verschliesst und dann mit der neuen Scheibe neue Löcher für die Befestigung bohrt.
Wir haben ja noch einen weiteren Versuch machen müssen und die Scheiben klebten bereits eine Saison an der Kajüte und die Scheiben hatten dadurch die Form und die Biergung der Kajüte übernommen. Das machte das erneute eindichten erheblich einfacher. Wenn man die Scheiben hingegen frisch aus der Packung aufkleben will, dann besteht die Gefahr, dass man den Klebstoff an der Stelle der grössten Biegung und der grössten Anpressdruckes zur Seite herausdrückt und dann an genau der Stelle zu wenig oder kein Dichtstoff zwischen Kajüte und Scheibe vorhanden ist.
Um das zu berhindern, fügt man an den mittleren Löchern kleine dünne Unterlegscheiben oder Spacer ein. Diese gewährleisten, dass ein gewisser Abstand besteht und das Dichtmaterial nicht heraus gedrückt werden kann. In unserem Fall haben wir vorher kleine Unterlegscheiben aus dem Dichtstoff hergestellt. Diese dann vor dem Einkleben zwischen Scheibe und Kajüte auf die Schrauben gesteckt.
Bei uns kam schlussendlich Pantera in Schwarz zum Einsatz. Und am besten macht man das dann so:
– Scheibe innen und den Fensterrahmen abkleben (das Pantera quillt ja auf beiden Seiten heraus).
– Scheibe entlang der Kante rings herum abkleben. Wenn das Pantera aussen herausquillt, dann kann man gleich eine dünne Hohlkehle ziehen damit Wasser besser abläuft.
– Ring um die Scheibe herum abkleben. Etwas Luft lassen, damit die Hohlkehle gezogen werden kann.
– Die Scheibe auf der Klebeseite mit 180er Papier anschleifen damit das Pantera besser haftet.
– Die Kajütoberfläche an der Klebestell mit 180er Papier anschleifen und beide Teile mit Acton entfetten (und ablüften lassen).
– Dann nmmt man wirklich den teuren Haftvermittler von Pantera und streicht beide Teile, Scheibe und Kajüte, in den abgeklebeten Bereichen ein und lässt sie ca.15Minuten ablüften.
– Pantera (ohne die Kanüle) in dicken Raumen auf die Kafüte auftragen und mit einem Spachtel gleichmässig so verteilen, dass auf der gesamten Klebefläche ein gleichmässiger Film entsteht.
– Die Scheibe mit den Schrauben (und ggf. mit den Spacern) ansetzen und gleichmässig fest ziehen.
– Da wo das Pantera aussen heraus quillt, kann man dann mit einem Teelöffel eine schöne kleine Hohlkehle ziehen. Am besten vor dem Abziehen mit einer 10% Spühlilösung das Pantera einsprühen damit das Abziehen besser klappt.
– Das Klebeband muss dann zeitnah entfernt werden, besonders, wenn man das im Sommer macht.
– Auf der Innenseite habe ich das Klebeband nur entfernt und keine wieteren Anstrengungen für eine Fuge unternommen. Das mache ich erst, wenn alles gut getrocknet ist.