Des Kaisers neue Beschläge

Wenn man dann so ein Boot schon eine Weile sein Eigen nennt, dann kommt der Punkt, an dem einem manche Gegebenheiten auf die Nerven gehen. Manchmal sieht man aber auch an anderen Booten Dinge, die einem gefallen oder die einen auf bestimmt Ideen bringen. So fanden wir die Anordnung oder die Lösung mit den vorhandenen BEschlägen an einigen Stellen schlecht gelöst. Zum Glück kann man ja nach dem Lackieren alles neu anbauen, alte Löcher hat man ja schon vorher alle geschlossen.

So fanden wir es immer doof, dass die Spi Schot hinten über die Klampen geführt werden. Das zieth zum Einen den Spi an der Unterliek auseinander und leiert diese aus. Zum Anderen fahren wir meist nur mit achterlichen Winden. Wenn die Spi Rollen näher an die Kajüte rücken, ist an der Stelle auch das Boot etwas breiter. Das ist vor dem Wind für den Spi auch ganz hilfreich. Extra klemmen brauchen wir da nicht (mehr), wir benutzen dann einfach die Winschen von der Fock und die dazugehörigen Curry Klemmen.

Der orginale Bügel für die Gross Schot hat schon so manche Blessur verursacht. Barfuss sollte man da nicht drauf treten und wenn Frau in der Plicht ein Sonnenbad nimmt drück das Mistding auch an empfindlichen Stellen. Wir hatten dann anch optisch schönen und versenkbaren Zugpunkten Ausschau gehalten, aber das was uns gefiel, lag bei ca. 400€. Mir kam dann die Idee mit den klappbaren Zurrpunkten aus Edelstahl. Da kostet einer um die 5€ und erfüllt rückblickend betrachtet sein Aufgabe einwandfrei. Wenn nich tnbenötigt klappt er sich weg und wenn man drauf liegt, gibt es keine blauen Flecke.

Falls wir doch mal bei mehr Wind segeln und wir die dicke 12mm Fockschot verwenden, dann hätten wir gerne die grösserern Curry Klemmen von Harken. Ich hab die dann in super Zusstand bei Kleinanzeigen gekauft, leider waren die beiligenden Klötze zu flach. Aber das ist kein Problem, die baut Frau einfach selber. Teak Bolhle genommen, eine Scheibe abgeschnitten und am Tellerschleifer in Form gebracht. Top!

Des Kaisers gepimpte Winsch

Als wir uns entschieden das Deck neu zu lackieren, kamen mir sofort die Abriebstellen in den Sinn, den die Fockschot durch die rechtsdrehende Winsch an Backbord verursachte. Durch die Drehrichtung der Winsch, wird die Fockschot weiter zur Schiffsmitte geführt. Anders als an Steuerbord, wo die Schot mit der rechtsdrehenden Winsch von Aussen kommt. Jedenfalls rieb die Schot an Backbord immer an dem Seitendeck. Ein unhaltbarer Umstand, der behoben werden musste.

Alle Winschen dieser Welt drehen rechts herum. Ich habe überall im Netz gesucht, nix zu machen. Ich dachte erst: Das gibt’s doch gar nicht! Dann hörte ich, dass man unsere Andersen Winschen (Typ 101) auch umbauen kann, so dass sie anschliessen links herum laufen. Und das hab ich dann gemacht. Beide Schoten werden nun von aussen um die Winsch gelegt. Keine Abriebstelle mehr.